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Fachbereich Bauingenieurwesen

Finisherfoto

2016 Finisher

Da fast alle auf dem Bild noch so frisch aussehen, ist darauf hinzuweisen, dass es sich um ein Finisherfoto handelt!


"10 Freunde Team Triathlon", Dieburg, Sonntag, 10.09.2016, 9 Uhr, heiß.

Um 9:30 wollten wir 11 Freunde uns am vereinbarten Ort treffen. Das taten wir auch ein paar Minuten später, also jedenfalls vier von uns. Es ist schon an normalen Tagen nicht einfach sich durch Dieburg durchzukämpfen und da anzukommen wo man hinwill. Aber wenn dann auch noch Straßen wegen dem Wettkampf voll gesperrt sind, dann ist es für Nicht-Ortskundige unheimlich schwer. Dank Mobilfunk und Navigation fanden wir schließlich doch noch rechtzeitig vor dem Wettkampf zusammen. Und, oh Wunder, wir waren tatsächlich 11 Starter. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigen die Berichte der letzten Jahre, bei denen immer wieder extrem kurzfristige Ausfälle zu beklagen waren.

Nach dem Verteilen der Startunterlagen, dem Befestigen unserer Startnummern und der „elektronischen Fußfesseln“ haben wir uns dann direkt in die Wechselzone begeben, in der die Räder und die verschiedenen weiteren Utensilien möglichst geschickt arrangiert werden müssen. Die Temperatur stieg weiter an, sogar schneller als die Spannung. Sonnencreme floss mit dem Schweiß um die Wette. In der Wechselzone bekamen wir ideale Plätze. Gute Plätze macht man insbesondere an der Wiederauffindbarkeit fest. Zweite Reihe und gleich die ersten Plätze ..., läuft! Erstmal nachschmieren. Natürlich die z.T. schon leicht rote Haut mit Sonnencreme, nicht das Fahrrad... Die zur Verfügung gestellten Wännchen neben den Fahrrädern richteten wir so liebevoll her wie die Tische bei unseren Studienprüfungen. Alles drin, alles an seinem Platz, den Wechsel 2-3 Mal im Kopf durchgespielt.

So waren wir denn für unsere erste Hürde bereit: Barfuß über einen gesplitteten Weg um das halbe Freibad herumlaufen. Darin angekommen durften wir uns auch gleich belohnen. Die Dusche vor dem Schwimmen war uns an diesem Tag mehr Recht als Pflicht. Das Schwimmen ist recht schnell beschrieben. Kurz vor dem Start ab ins Wasser, 10 Sekunden die Kühle genießen, 11 Uhr, START, 8 Bahnen schwimmen (380 m) und wieder raus aus dem Wasser. Echt keine Distanz für Athleten wie uns. Nur in einer 11-köpfigen Gruppe in einer Bahn zu schwimmen will gelernt sein. Es war ein bisschen wie Autoscooter, aber ohne Absicht und mit vielen Entschuldigungen. Die Zeiten zeigen, dass von uns lediglich Ulli Drechsel auf dieses Element wirklich vorbereitet war.

Jetzt waren wir wieder alle in dem uns bereits bekannten Element: Feuer bzw. dessen täglichem Verwandten, der Sonne. In der Wechselzone waren wir beinahe geschlossen als Team. Die Wechselzone wird gerne die vierte Disziplin des Triathlons genannt. Auch diesmal zeigte sich, wer bereits Erfahrung oder einen Triathlon-Einteiler anhatte und wer die Wechsel im heimischen Garten trainierte. Im Prinzip ist es einfach: Schuhe an, Startnummer umlegen, Helm auf und dann mit dem Rad ab zur Radstrecke schieben. Nur wo sollte diese beginnen? Eigentlich sollte auf der Straße irgendwo eine Linie sein, ab der man aufsteigen darf. Nichts zu sehen. Vermutlich weggeschmolzen. Da half nichts als sicherheitshalber bis zum letzten Hütchen zu schieben und dann ab die Post! Der Fahrtwind war sehr angenehm. Solange der Radhelm Lüftungsöffnungen besaß, machte einem die Hitze trotz aufgeheiztem Asphalt erstaunlich wenig aus. 6-mal über die Brücke, 6-mal Wenden und 6-mal durch den Kreisel. Bei dieser Disziplin, die für Jederfrau und –mann mit 18 km die längste war, hatte man genug Ruhe und Zeit über Gott und Welt oder die kommenden Prüfungen und die wohlverdiente ungesunde Mahlzeit am Abend nachzudenken. Gelegentlich riss einen ein entgegenkommendes, auch mal ein überholendes und grüßendes Teammitglied aus den Gedanken.

Als wir die Radstrecke verließen und in der Wechselzone wieder unsere Räder abstellten, war es kurz vor Mittag (high noon). Die Sonne brannte erbarmungslos von ihrem höchsten Punkt am Tage auf uns nieder. Knapp 30° C im Schatten mit einem eisgekühlten Getränk wären ja nicht so wild gewesen. Aber auch der Laufstrecke gab es dank der senkrechten Sonne nur sehr wenig Schatten. Und die gekühlten Getränke gab es an den 2 Verpflegungsstationen nur in Form von mäßig kaltem Wasser. An jeder Station sofort der Griff zu mindestens zwei Wasserbechern. Einen für in den Kopf und einen für darüber. Jeder der sehr seltenen und kleinen Schattenflächen stellte ein Zwischenziel dar. Die Gedanken beim Radfahren wandelten sich in Fieberträume beim Laufen. Das Laufen (4,2 km) zum Schluss war die härteste Disziplin des Tages und dass mehr wegen des Wetters als weil es die letzte des Wettkampfes war. Jedoch konnten wir alle mit hohem Puls und frohem Mut früher oder später, aber auf jeden Fall gesund die Ziellinie überqueren und das war die Hauptsache! Im Ziel angekommen sank allmählich der Puls und die Euphorie stieg.

Die Anstrengung und Anspannung schmolzen in wenigen Minuten wie Kerzenwachs hinweg. Übrig blieb Seligkeit. Bei viel Wasser und guter Reggea-Musik ließen wir uns auf der Schwimmbadwiese nieder und die Seele baumeln. Endlich 28° C im Schatten!

Martin Nees


Ergebnisse

Insgesamt kamen 1060 StarterInnen und 81 Mannschaften in die Wertung. Mit dem 57. Platz (mit einer Zeit von 13:01 Stunden) von allen Mannschaften kann man noch vom Mittelfeld sprechen. Da es 4 unterschiedliche Wertungen gab, ist das allerdings eine wohlwollende Interpretation. Wenn man nur die Mannschaften aus unserer Wertung nimmt, dann liegen wir auf Platz 39 von 55. Insofern konnten wir uns das Warten auf die Siegerehrung sparen (;-)).

Die schnellste Mannschaft schaffte die Ironman-Strecke übrigens in 9:44 Stunden. Um diese Zeit einsortieren zu können, sind im Vergleich dazu die normalen Ironman-Zeiten interessant. Die Siegerzeiten bei der Langdistanz liegen in der Regel so im Bereich von 8 Stunden. Ganz aktuell hat Jan Frodeno am 17.07.2016 in Roth mit 7:35 einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Nachfolgend unsere Einzelergebnisse:

Name Swim S Platz Bike B Platz Run R Platz Wechsel Zeit Platz
Drechsel, Ulli 06:46 72 31:32 66 20:47 128 01:50 1:00:55 52
Noll, Philipp 11:04 925 34:06 248 23:24 352 03:12 1:11:46 393
Nees, Martin 10:00 726 39:16 644 22:39 280 03:06 1:15:01 516
Wiesner, Jonas 08:54 489 35:02 318 27:46 736 03:24 1:15:06 526
Steuernagel, Nadine 10:27 820 39:17 645 22:59 309 02:43 1:15:26 544
Trieblnig, Sascha 10:28 825 43:47 871 22:16 252 03:48 1:20:19 706
Munck, Louisa 10:26 817 40:43 753 27:43 732 03:27 1:22:19 770
Veidt, Matthias 09:49 690 39:33 668 28:27 779 05:10 1:22:59 788
Hermann, Christine 09:52 701 41:53 810 29:21 827 03:47 1:24:53 831
Kneidl, Christopher 11:03 923 44:24 896 32:57 957 03:23 1:31:47 952
Perau, Imke 10:33 848 43:42 863 38:06 1034 04:20 1:36:41 1004

... es geht nächstes Jahr auf jeden Fall weiter!

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